Für Stella!

Datum: 20.09.2014
Zeit: 14:00 – 16:00 Uhr (Demo)
Ort: Plantanenallee (Neckarbrücke)

Facebookveranstaltung

SOKO Tierschutz

Am 20.09.2014 zusammen ein Zeichen gegen die sinnlose und für die MPI-Affen extrem leidvolle Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut in Tübingen setzen. Seid dabei, wenn von 08:00 – 21:00 mit einem Infostand und einer Mahnwache die Passanten in der Stadt über das Grauen in ihrer Nachbarschaft aufdecken und von 14:00 – 16:00 Uhr mit einer Demo durch die Stadt ziehen, um lautstark klar zu machen, wir dulden diese Tierquälerei am Max-Planck-Institut in Tübingen nicht mehr.

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Stadt der Affen

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Undercover-Aufnahmen entfachen Streit um Tierversuche

Von MATTHIAS RUDE, 15. September 2014 – Quelle: www.hintergrund.de

Im grünen Tübingen ist die Hölle los, seit RTL am vergangenen Mittwoch verstörende Aufnahmen aus einem Tierversuchslabor gezeigt hat. Ein Tierschützer hat sich am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (MPI) als Pfleger einstellen lassen und die Bedingungen, die dort für Primaten herrschen, welche in der Hirnforschung „verbraucht“ werden, ein halbes Jahr lang heimlich dokumentiert. Wir erläutern die politischen Hintergründe eines Streits, der schon lange schwelt.

Primatenversuche Tübingen

„Er sitzt eingepfercht im Stuhl. Das ist natürlich eine Belastung. Ich weiß es von Versuchspersonen, denen man den Kopf festgeschraubt hat“, kommentierte der Tierarzt für Versuchstierkunde Dr. Franz Gruber Aufnahmen von Versuchen, die das ZDF im Jahr 2009 am MPI machen durfte. Unter dem Titel „Opfer der Forschung“ strahlte Frontal 21 damals einen Beitrag aus, der mit den Worten endet: „Es geht um viel Geld, wissenschaftliches Prestige und Karrieren. Für die Affen und all die anderen Tiere um ein ganzes Leben unter Qualen – für die zweckfreie Forschung!“ (1) Die heimlich gefilmten Aufnahmen, welche die Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz am vergangenen Mittwoch in Kooperation mit Stern TV publik gemacht hat (2), machen diese Qualen auf bedrückende Weise plastisch. Es handle sich um Bilder, „die aus einem Horrorkabinett stammen könnten“, meint ein österreichisches Fernsehmagazin; die Tiere „versuchen, sich die am Knochen fixierten Implantate gewaltsam herauszureißen, fügen sich selbst schwere Wunden zu, übergeben sich“. (3) Bild schrieb, es handle sich um „Aufnahmen von gequälten Affen“, denen „das Blut übers Gesicht läuft. Tiere, die in Stühlen fixiert sind, sich stundenlang nicht bewegen können. Oder die durch die Torturen gelähmt sind.“ (4)

Forschung für die Elite

Proteste gegen die Experimente gibt es schon seit Januar 2009. Damals hat die bundesweit tätige Organisation Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) in Kooperation mit lokalen Gruppen eine Kampagne (5) zum Thema gestartet. (6) Die Versuche werden an drei Instituten in Tübingen durchgeführt: Am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (7), am Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung (8) sowie am Institut für Zoologie an der Eberhard Karls Universität. (9) Alle drei kooperieren im Rahmen eines Zentrums für Integrative Neurowissenschaften (CIN), das maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Tübingen „Elite-Universität“ geworden ist. (10)

Die Zahl der Tierversuche steigt hierzulande kontinuierlich an; Baden-Württemberg nimmt, mit mehr als 544.000 Wirbeltieren im Jahr 2012, einen Spitzenplatz in dieser Entwicklung ein. (11) Hirnforschung an Affen wird in Deutschland sonst nur noch in Bremen, Magdeburg und Göttingen betrieben. In Tübingen werden neben den Versuchen an Affen zahllose andere Experimente mit anderen Tieren durchgeführt (12), zum Teil in der Wehrforschung, welche die Universität betreibt, obschon im Jahr 2010 eine sogenannte Zivilklausel in ihrer Grundordnung verankert worden ist, nach der Forschung ausschließlich friedlichen Zwecken dienen soll. (13)

Vivisektion in Tübingen: “Um solch invasive Versuche durchführen zu können, werden den Tieren sogenannte Kammern in den Schädel implantiert, die direkt ins Gehirn führen. Trotz Betäubung ist dies mit großen Schmerzen für die Tiere verbunden”, kritisiert die Organisation Ärzte gegen Tierversuche.

Verwendet werden Rhesus- und Javaneraffen. Sie entstammen Zuchtfarmen in Ländern wie Mauritius, China oder Vietnam; mit Flugzeugen der Linie Air France oder per Schiff werden sie nach Europa transportiert, wo ihnen eine „Karriere“ in unterschiedlichen Labors bevorsteht, bevor sie in Tübingen der sichere Tod erwartet. Dort erfordert ein Großteil der Experimente schwere Eingriffe. Soko Tierschutz beschreibt die Vorgehensweise folgendermaßen: „Um solch invasive Versuche durchführen zu können, werden den Tieren sogenannte Kammern in den Schädel implantiert, die direkt ins Gehirn führen. Trotz Betäubung ist dies mit großen Schmerzen für die Tiere verbunden. Sie leiden noch tagelang nach dem Eingriff. Manche Tiere betasten das Implantat kontinuierlich und versuchen den Fremdkörper aus dem Kopf herauszureißen und Nähte zu ziehen. In einigen Versuchen wird ein spezieller Virus durch die Kammern im Kopf ins Gehirn injiziert – nach einigen Wochen wird das Tier getötet, sein Gehirn entfernt und untersucht.“ (14)

Die Affen werden mit festgeschraubtem Kopf gezwungen, Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Vor den Versuchen wird tagelang penibel darauf geachtet, dass sie keine Flüssigkeit zu sich nehmen, während des Experiments werden sie über einen Schlauch mit Saft „belohnt“. Diese Tortur dauert oft jahrelang, bevor die Affen nach einem „Endversuch“ getötet werden. Es handelt sich um Grundlagenforschung, die kein konkretes Ziel hat, wie etwa die Heilung einer Krankheit, sondern Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns bringen soll. Dabei ist unter Spezialisten strittig, ob Affenhirne überhaupt als Modell für ein menschliches Gehirn herhalten können. In anderen Bundesländern wurden deshalb ähnliche Versuche nicht mehr genehmigt, etwa in München und Berlin wurden sie von den Behörden aus ethischen Gründen und mangels medizinischem Nutzen abgelehnt. Die Einschätzung von ÄgT lautet: „Forschung an Affenhirnen erlaubt Aussagen über die Funktion des Affenhirns – mehr nicht.“ (15)

Als am 18. April 2009 die erste Großdemonstration in Tübingen gegen die Versuche stattfand (16) – es folgten noch drei, bei denen jeweils renommierte Tierversuchsgegner sprachen (17) –, bekamen die Experimentatoren es offenbar mit der Angst zu tun: In einem internen Schreiben wurden die Mitarbeiter des MPI über „besondere Sicherheitsvorkehrungen durch den Wach- und Sicherheitsdienst“ informiert; man solle darauf achten, die Fenster geschlossen zu halten und künftig nach 19 Uhr keine unbekannten Personen ins Gebäude lassen. Die in Berlin ansässige Neurowissenschaftliche Gesellschaft schaltete eine über halbseitige Anzeige in der Lokalzeitung Schwäbisches Tagblatt, welche die Überschrift „Tierexperimente sind in der neurowissenschaftlichen Forschung unverzichtbar“ trug. Mit dem Abdruck eines Fotos einer Alzheimer-Patientin wurde suggeriert, die Alzheimer-Forschung sei auf Versuche mit Primaten angewiesen. „Dieser Eindruck ist nicht richtig“, widersprach der Tübinger Alzheimer-Spezialist Prof. Mathias Jucker vom Hertie-Institut, selbst Tier-Experimentator, im Interview mit dem Tagblatt: Er forsche an Fliegen und Würmern. (18)

Im Jahr darauf stieß eine Germanistik-Studentin im Rahmen ihrer Diplomarbeit am MPI durch Zufall auf die dort durchgeführten Experimente. Sie fragte nach – und löste damit, wie sie später im Interview sagte, „eine Hetzkampagne ungeahnten Ausmaßes“ aus: Binnen Stunden wurde sie zu einer radikalen Tierrechtlerin stilisiert, was sie nach eigener Aussage nicht war. (19) Diese Zuschreibung dürfte schon eher auf jene zutreffen, die in der Nacht auf den 18. April 2011 die „Universitätsstadt“ auf den Ortsschildern zur „Tierversuchsstadt“ machten; nachdem ein Bekennerschreiben der Animal Liberation Front veröffentlicht worden war, kündigte der Staatsschutz an, in dem Fall zu ermitteln (20) – diese Ermittlungen blieben aber offenbar bis heute ergebnislos. Es folgte ein Schlagabtausch in der für ihre Leserbrief-Seite berühmten Lokalzeitung, im Rahmen dessen Experimentatoren durch die Nennung diverser Krankheiten versuchten, einen Nutzen ihrer Forschung zu suggerieren. (21) Auf einer Informationsveranstaltung des CIN, bei welcher die Notwendigkeit von Tierversuchen natürlich vorausgesetzt wurde – es sollte lediglich darum gehen, „diese Notwendigkeit aus verschiedenen Perspektiven“ zu beleuchten (22), – wurde dann eine schwer kranke Patientin als lebendiges „Argument“ dem Publikum wortwörtlich vorgeführt. (23)

Gebrochene Wahlversprechen

Am 18. Oktober 2011 wurden über 60.000 Unterschriften an die neue Landesregierung übergeben. Am 27. März war der 15. Landtag von Baden-Württemberg gewählt worden; in Folge musste die CDU nach 58 Jahren die Regierungsverantwortung an eine Koalition aus Grünen und Sozialdemokraten abgeben. Unter dem durch die Kampagne aufgebauten politischen Druck hatten die Grünen im Programm zur Landtagswahl die Forderung nach einem Ende der Experimente aufgenommen; wörtlich hieß es im Wahlprogramm: „Wir wollen Versuche an Primaten innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens beenden.“ (24) Reinhold Pix, Landtagsabgeordneter und tierschutzpolitischer Sprecher der grünen Regierungspartei, war bei der Übergabe der Unterschriften zugegen und meinte: „Unseren Bürgern und Wählern gegenüber sind wir hierzu nun verpflichtet und müssen diesen Regierungsauftrag umgehend erfüllen.“ (25) Er bezeichnete die Versuche als reine „Neugierforschung“ (26) und forderte: „Das unsägliche und unsinnige Leiden der Tiere muss baldmöglichst beendet werden“ (27). Anlässlich eines Tags der offenen Tür in der Villa Reitzenstein wurde der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Juli 2012 von Stuttgarter Aktivisten an das Wahlversprechen seiner Partei erinnert. (28)

Aber eigentlich war bereits im November 2011 klar gewesen: Auch die neue Landesregierung hält an den Versuchen fest (29) – wie ÄgT vermuteten, in erster Linie „aus elitären Interessen“. Die Ärzteorganisation warf der Regierung vor, sie wolle die Bestrebungen der Universität im Rahmen der Exzellenz-Initiative nicht gefährden – damals durfte das CIN sich noch nicht „Exzellenz-Cluster“ nennen. Außerdem vertrat sie die Meinung, das Bestreben der Universität, Fördermittel in erheblicher Höhe zu erhalten und zur Eliteuniversität nominiert zu werden, dürfe nicht ausschlaggebend für das Beharren auf der Forschung am Affenhirn sein. Das Bundesland setze „auf elitäre Interessen auf Kosten der Tiere“, hieß es weiter in der Pressemitteilung, und: „Offensichtlich beugt sich die Landesregierung lieber der mächtigen Experimentatorenlobby, anstatt sich ihren selbst gesetzten Zielen zu widmen. Ein trauriges Bild, das die Politik abgibt, der Wähler nicht zuletzt aufgrund des Vorhabens, Affenversuche auslaufen zu lassen, ihr Vertrauen geschenkt haben.“ (30)

Zwist in der Regierung
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer: Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, hält Affenversuche für legitim. Kein Wunder, Palmer ist selbst Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Campus Tübingen.

Im November 2012 fand im Stuttgarter Landtag eine Anhörung der Grünen zum Thema statt. (31) Dem Tübinger Experimentator Andreas Nieder stand Katrin Blumer zur Seite, eine extra eingeflogene Lobbyistin des Pharmakonzerns Novartis. Reinhold Pix gab sich und seiner Partei die Blöße, zuzugeben, man habe bei der Verankerung der Forderung nach einem Verbot der Affenversuche im Wahlprogramm ja nicht damit gerechnet, in Baden-Württemberg tatsächlich in die Situation der Regierungsverantwortung zu gelangen. Außerdem herrscht innerhalb der Partei Uneinigkeit; so steht etwa Wissenschaftsministerin Theresia Bauer auf der Seite der Experimentatoren, und auch der grüne Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer positioniert sich klar: „Affenversuche und Legebatterien sind legitim“, meinte er in einem Gespräch mit lokalen Aktivisten. (32) In einem Zeitungsbericht über eine der Demonstrationen hieß es deshalb: „Eine Facette von Tübingen als Stadt der Affen ist der innere Zwist der grünen Regierungspartei.“ (33)

Zwar hatte auch die SPD einen Willen, die tierversuchsfreie Forschung zu stärken, in ihrem Wahlprogramm festgeschrieben, und im Koalitionsvertrag mit den Grünen heißt es: „Wir wollen die Zahl der Tierversuche im Land weiter verringern“ (34), die Sozialdemokraten knickten aber schon im Dezember 2012 offiziell vor der Lobby ein. Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag, ließ nach einem Gespräch mit Forschern vom Hertie-Institut verlautbaren: „Die SPD-Fraktion ist überzeugt, dass die Forschung und Wissenschaft nicht ohne Tierversuche auskommt“ – und wo Versuche mit Primaten „unerlässlich“ seien, müssten sie durchgeführt werden. Das Fotografieren der Tiere war den anwesenden Journalisten nicht erlaubt, es wurde befürchtet, dass sie „in einem unglücklichen Moment abgelichtet“ werden und so „ein falsches Bild“ entstehen könnte. Weder die Politiker, noch die Journalisten bekamen sie damals richtig zu sehen – nur aus der Ferne, durch ein kleines Fenster in einer Tür. (35)

Unglückliche Momente

Wie solche „unglücklichen Momente“ aussehen – oder vielmehr, dass es sich eben nicht um Momente, sondern um ein ganzes Leben voller Leiden handeln dürfte –, offenbaren die neuen Undercover-Aufnahmen: Über 100 Stunden Filmmaterial hat Soko Tierschutz gesammelt und kann so zeigen, dass am MPI weder die behördlichen Vorgaben noch die eigenen Standards, die nach außen hin vertreten werden, eingehalten worden sind. Die Aufnahmen beweisen, dass, entgegen den Aussagen des Instituts – und entgegen den geltenden Vorgaben – Affen nicht freiwillig „arbeiten“: Es braucht einen Halsring und eine Metallstange, um sie mit Gewalt aus dem Käfig zu zerren. Tiere bekamen mehrere Tage lang weder Wasser noch Obst und waren teilweise so ausgedurstet, dass sie ihren Urin tranken oder die Gitterstäbe des Käfigs nach der Reinigung auf der Suche nach Wassertropfen ableckten – vergebens: Die Käfige werden, das sagte jedenfalls Friedrich Mülln von Soko Tierschutz während der Stern TV-Sendung, eigens deswegen trocken ausgewischt. Der sichtbar nervöse Tierversuchs-Lobbyist Ivar Aune, der ebenfalls im Studio zu Gast war, hatte den Anschuldigungen nichts entgegenzusetzen. Im an die Sendung anschließenden Chat auf der Internetseite von Stern TV ließ er sich gar noch zu unwissenschaftlichen und rassistischen Äußerungen hinreißen; so schrieb er etwa: „Das ,Mitleiden‘ des Betrachters ist meist größer als das empfundene Leiden des Patienten im Krankenhaus. Ähnliches gilt auch für die Empathie gegenüber Kindern oder Tieren. Und die Schmerzempfindlichkeit ist bei den Tieren sehr unterschiedlich, bei Menschen auch: Indianer kennen keinen Schmerz.“ (36)

Morddrohungen
Am kommenden Samstag soll eine weitere Demonstration stattfinden. Treffpunkt 14 Uhr an der Neckarbrücke.

Nach der Veröffentlichung der Aufnahmen geriet in erster Linie das MPI mächtig unter Druck. In einer Stellungnahme warf das Institut den Tierschützern ein „Emotionalisieren mit Bildern von leidenden oder auch nur vermeintlich leidenden Tieren“ vor; im Filmbeitrag gezeigte Aufnahmen eines Tieres „mit einem schweren Schlaganfall“ würden eine „absolute Ausnahme“ darstellen. Im Nachgang zur Sendung sähen sich Mitarbeiter des Instituts und auch anderer Institute der Max-Planck-Gesellschaft nun „bösartigen Beschimpfungen, Schmähungen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt.“ (37) Friedrich Mülln dagegen ist der Meinung: „Die Bilder sprechen für sich. Das Max-Planck-Institut versucht die Realität zu verharmlosen.“ (38) Nach Auskunft des zuständigen Regierungspräsidiums fand am 12. September ein Gespräch in der Behörde mit Vertretern des MPI statt.

Tübingens grüner Oberbürgermeister sah derweil keinen Anlass, von seiner Auffassung abzurücken. Gegenüber einem lokalen Fernsehsender sagte der Politiker, der sich momentan im Wahlkampf befindet – es geht um seinen Posten als Stadtoberhaupt –, die Bilder seien „aus dem Kontext gerissen“ worden. (39) Auf seiner Facebook-Seite schreibt er: „Die öffentliche Debatte fokussiert sich sehr schnell auf den Oberbürgermeister. Er soll Stellung beziehen. Der Grund ist einfach: Als OB ist man aus Sicht der Leute für alles verantwortlich, was in der Stadt passiert. Die wirklich Verantwortlichen sind kaum greifbar oder unbekannt.“ (40) Was er dabei nicht erwähnt: Palmer ist selbst Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Campus Tübingen. (41) Soko Tierschutz hat in der Zwischenzeit zu einer Demonstration in Tübingen am kommenden Samstag aufgerufen; die Veranstalter fordern dazu auf, „Ketten, Kunstblut oder andere Gegenstände wie Parteifahnen der Grünen“ mitzubringen, denn: „Wir werden auch eine Palmer-Maske machen. Palmer wird dann die Affen an der Kette führen.“ (42)

Links/ Anmerkungen

  1. http://www.youtube.com/watch?v=RL1s2-JUnB8
  2. https://www.facebook.com/video.php?v=932285770119122, mit anschließender Diskussion: http://www.youtube.com/watch?v=IXoFXmYMItM&feature=youtu.be, Fotos: http://www.stern.de/tv/sterntv/aufnahmen-eines-tierschuetzers-bilder-aus-dem-tierversuchslabor-des-max-planck-instituts-in-tuebingen-2137030.html
  3. http://tv.heute.at/art44262
  4. http://www.bild.de/regional/stuttgart/tierversuche/-im-max-planck-institut-37628556.bild.html.
  5. http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/helfen/aktionen/643-stoppt-affenqual-in-tuebingen.html
  6. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/nachrichten-newsticker_artikel
  7. Spemannstr. 38, 72076 Tübingen, http://hirnforschung.kyb.mpg.de/startseite.html
  8. Abteilung Kognitive Neurologie, Ottfried-Müller-Str. 27, 72076 Tübingen, http://www.hih-tuebingen.de/kn/abteilungsportraet/
  9. Abteilung Tierphysiologie, Labor für Primaten-Neurokognition, Auf der Morgenstelle 28, 72076 Tübingen, http://homepages.uni-tuebingen.de/andreas.nieder/
  10. http://www.deutschlandfunk.de/wissenshunger-versus-affendurst.680.de.html?dram
  11. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tierversuche-mit-affen-tuebinger-max-planck-institut-in-der-kritik.b4be2e0a-f22a-46a8-8515-d4c36f11f3b6.html
  12. Die „Datenbank Tierversuche“ (http://www.datenbank-tierversuche.de/) liefert aktuell beim Stichwort „Tübingen“ über 200 Treffer.
  13. http://www.taz.de/Wirtschaft-trifft-Forschung-/!78183/
  14. http://www.soko-tierschutz.org/de/tierversuche-tuebingen.html
  15. http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/tierversuche-an-affen/11-hirnforschung-an-affen-grausam-und-sinnlos
  16. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel
  17. http://www.act-for-animals.de/news/single-view/erfolgreiche-demonstration-gegen-affenversuche.html
  18. http://asatue.blogsport.de/2009/04/25/tierexperimentatoren-widersprechen-sich-gegenseitig/
  19. https://rdl.de/node/11648
  20. http://asatue.blogsport.de/2011/04/20/tierversuchsstadt-tuebingen-staatsschutz-ermittelt/
  21. http://asatue.blogsport.de/2011/05/20/peinlich-tierexperimentatoren-nennen-falsche-fakten/
  22. https://idw-online.de/de/news536643
  23. http://timmsrc.uni-tuebingen.de/Player/Player/UT_20130624_001_ctvnews-tiernutzung_0001
  24. http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Wahlen2011/Landtagswahlprogramm-web.pdf (S. 69)
  25. http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/presse/pressearchiv/834-pressearchiv-2011.html?start=12
  26. http://www.bild.de/regional/stuttgart/gruene-sinnlose-hirnforschung-an-affen-stoppen-20523204.bild.html
  27. http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Gruenen-Fraktion-kritisiert-Versuche-mit-Rhesus-Affen;art4319
  28. http://www.tierrechte-stuttgart.de/aktuelles/detail/tirs-erinnert-ministerpraesident-kretschmann-an-wahlversprechen.html
  29. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/hochschule_artikel
  30. http://aerzte-gegen-tierversuche.de/de/presse/pressearchiv/1075-pressearchiv-2012.html?start=42
  31. http://gruene-bw.de/service/termine/singleview/calendar/2012/11/16/event/tx_cal_phpicalendar/Zwischen_Tierschutz_und_Forschungsfreiheit_Primatenversuche_und_Alternativen.html
  32. http://asatue.blogsport.de/2011/11/02/boris-palmer-affenversuche-und-legebatterien-sind-legitim/
  33. http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wissen/gesundheit/Hirnforschung-mit-Affen-sorgt-in-Tuebingen-weiter-fuer-Proteste;art1185447
  34. http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Koalitionsvertrag-web.pdf (S. 42)
  35. http://www.gea.de/region%20reutlingen/tuebingen/spd%20unterstuetzt%20tierversuche.2949472.htm
  36. http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-chat-zum-nachlesen-das-wollten-die-zuschauer-von-ivar-aune-von-der-gesellschaft-fuer-versuchstierkunde-wissen-2137206.html
  37. http://www.mpg.de/8410194/Tierversuche_Tuebingen
  38. http://motherboard.vice.com/de/read/soko-tierschutz-zeigt-grausamen-lebensalltag-von-tuebinger-laboraffen
  39. http://www.rtf1.de/news.php?id=2307
  40. https://www.facebook.com/ob.boris.palmer/posts/833533490019518
  41. http://www.kyb.tuebingen.mpg.de/de/institut/kuratorium.html
  42. https://www.facebook.com/events/360964637394560/permalink/361763230648034/
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Begründete Misanthropie

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Wer mich kennt der weiss, dass ich kein Freund des Menschen bin. Je älter ich werde, je mehr ich von den Handlungen der Gattung Homo sehe und verstehe, desto enttäuschter bin ich vom gemeinen Menschen an sich. Für mich hat die Natur einen sehr hohen Stellenwert.

Die Tatsache, dass der Mensch als solcher sich durch seine Entwicklung in einen Zustand “verrannt” hat, dem als Fundament die Herabwürdigung der Natur zugrunde liegt, ist dabei für mich nicht ausschlaggebend. Das ist ein natürlicher Prozess gewesen, an dem sich nicht rütteln lässt. Der Mensch vor 2000 Jahren hatte kaum einen Wissensstand, der die Natur in all ihrer Form hätte respektieren können. Dazu später mehr.

Heute jedoch, weiss der Mensch viel über die Zusammenhänge der Natur. Durch viele engagierte Naturforscher, und ich spreche hier über Menschen von Darwin bis Steve Irwin, hat der Mensch verstanden, dass wir ohne Pflanzen keine Luft bekommen oder, dass wenn der Hai ausstirbt das Gleichgewicht des Meeres “baden geht”. Wir haben verstanden, dass ein Tier kein seelenloses, rudimentär funktionierendes, dem Menschen nicht ansatzweise ähnliches Ding ist.

Wir haben das Wissen und m.E. auch die Möglichkeiten, jegliche Teile der Natur so zu behandeln, wie es die Natur selbst auch tut. Und hier beginnt das Abstraktum des Menschen, dessen Lernfähigkeit seltsam zweischneidig zu sein scheint.

Homo Sapiens halten sich selbst im Jahre 2014 immer noch für die “Krone der Schöpfung”. Ein Wesen, dass sich durch das Entfernen von natürlichen Prozessen “kaputtentwickelt” hat. Ein Wesen, dass ohne Technologie, welche pauschal gegen die Natur arbeitet, nicht mehr lebensfähig ist. Die “Krone der Schöpfung” hat sich verrannt und ist verweichlicht. Medizinische Forschung hält uns am (Über)Leben, lässt uns länger leben selbst wenn wir totkrank sind. Wir beugen die Gesetze der Natur bis an die Grenzen des Machbaren und wir rechtfertigen es mit der Begründung es “zum Wohle der Menschheit” zu tun, obwohl es unserer Gattung mehr schadet als hilft. Es ist verblendet zu glauben, dass es dem Homo Sapiens weiterhilft, wenn die natürliche Selektion wegfällt. Unser Geschlecht, unser Genmaterial wird dünner, da nicht mehr das “Überleben der am besten angepassten Individuen (survival of the fittest)” entscheidend ist, damit die Art nicht ausstirbt.

Und ausgetragen wird der Kampf um unsere Entwicklung auf dem Rücken der Natur. Auf allen Ebenen. Es ist ein Genozid, ein Völkermord an der Natur. Aber das will natürlich keiner wahrhaben; es gibt nichtmal ein Wort welches diese Untaten beschreibt.

Immer wieder sieht man in den Nachrichten, was dem Planeten durch uns widerfährt. Es wird natürlich nicht als so wichtig genommen wie Menschen die leiden. Immer wieder sitze ich fassungslos vor TV, Zeitung oder Internet wenn engagierte Natur- und Tierschützer den Genozid an der Natur sichtbar machen. Ich sitze hilflos da, sehe dass selbst meine Existenz diesen Terror in irgendeiner Form fördert, selbst wenn ich nicht direkt mitwirke. Ich will das nicht und kann es doch nicht ändern. Aber ich kann informieren, bei den richtigen Leuten mitwirken um zumindest eine winzige Kleinigkeit beizutragen. Es ist nie genug geholfen, nie genug darüber gesprochen!

Normalerweise propagiere ich meine Meinung nicht, aber gestern habe ich etwas gesehen, was mich nicht loslässt.

Im TV-Format SternTV gab es erneut eine Enthüllung der “SOKO Tierschutz”, einem gemeinnützigen Verein, der sich für die Rechte der Tiere, sowie den Umwelt- und Verbraucherschutz einsetzt. Diese drei Punkte sind unzertrennlich, denn nicht nur die jüngsten Skandale zeigen, dass das Leid der Tiere in den Ställen sich häufig im Betrug am Verbraucher und der Vernichtung der Umwelt fortsetzt. SOKO Tierschutz e.V. steht für konsequente Verfolgung und Aufdeckung der Täter. Wir durchbrechen die Verschleierungstaktiken und Tricks der Tiernutzungsbranche und zeigen, wie es in den Ställen, bei Tiertransporten und in den Bunkern der Tierversuchsindustrie wirklich aussieht. Unsere Mittel sind moderne Techniken, Undercover-Einsätze und die Tipps von Whistleblowern.

Hier der Link zur Seite der SOKO-Tierschutz

Ich halte sehr viel von dieser Organisation, da sie nicht nur Worte sondern insbesondere auch Taten sprechen lässt. Sie schauen über den Tellerand des Möglichen, sie passen ihre Aktionen den Gründen und der Notwendigkeit an, ähnlich wie die Sea Sheppherd Conservation Society. Das respektiere ich in hohem Masse!

Der aktuelle Fall zeigt die Tierquälerei im Zuge der “Grundlagenforschung” auf. Im August letzten Jahres hatte sich ein verdeckter Ermittler als Pfleger am Max-Planck-Institut in Tübingen beworben. Nach einem Vorstellungsgespräch wurde er im Institut in der Abteilung für biologische Kybernetik eingestellt. Der Tierschützer wollte sehen, wie die Tierversuche dort ablaufen. Nach sechs Monaten kündigte er. “Als ich das letzte Mal die Tür hinter mir geschlossen habe, war das eine große Erleichterung”, erzählt er. Für seine Arbeit erhielt der 29-Jährige ein sehr gutes Zeugnis; er hatte sich stets gewissenhaft um die Tiere gekümmert und getan, was von ihm verlangt wurde.

Der “Zweck” der sogenannten Grundlagenforschung ist die Erkundung verschiedener Funktionsprinzipien in Lebewesen. Oft wird sie auch als zweckfreie Forschung bezeichnet, denn nicht selten dient sie einzig und allein der Vermehrung des Wissens und nicht konkret der Heilung einer Krankheit. Darüber hinaus ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen fraglich und erfordert weiterer Studien an Menschen. Die Verwendung von Alternativmethoden und Humanstudien ist damit weitaus erfolgversprechender. Trotz alledem sind über 40% aller Tierversuche in der Europäischen Union dem Bereich der Grundlagenforschung zugeordnet und werden zumeist mit öffentlichen Geldern finanziert. In Deutschland wird Grundlagenforschung u.a. in Tübingen, Bremen, Frankfurt am Main, Göttingen und Magdeburg betrieben.

Ich möchte hier nicht im Detail wiedergeben was auf den heimlich gedrehten Videos aus dem Max-Planck-Institut in Tübingen zu sehen ist. Es treibt mir sofort die Tränen in die Augen wenn ich an die Bilder denke und das meine ich nicht metaphorisch sondern ganz ernst. Ich als gestandener 36 Jahre alter Kerl, sass gestern weinend vor dem Fernseher. Jeder der weiss wie Tiere auf Stress und jegliche Abweichung von deren natürlichen Lebensweisen reagieren, weiss dass diese Versuche gleichzustellen sind mit Folter.

Gerechtfertigt wird dieses Treiben dadurch dass solche Versuche am Menschen unethisch wären. Für Tiere trifft dieses Ethikverständnis nicht zu. Obwohl zumindest bei Affen permanent propagiert wird, dass wir “zu 99% identisch sind”. Gründe dafür seie der katholische Katechismus und historisch gewachsene Moralvorstellungen die auf abrahamitischen Religionen und hellenistisch-römische Kultur aufbauen. “Gott sagt, der Mensch steht über dem Tier”, Ansichten aus eben jenen alten Zeiten, die ich eingangs erwähnte.

Hier der Link zum Bericht auf stern.de
Hier der Link zur Sendung bei SternTV

Ich muss euch warnen! Das Videomaterial welches bei SternTV zu sehen ist, ist ausgesprochen widerwärtig!

So etwas darf nicht sein und daher möchte ich euch bitten euch über solche Zustände zu informieren. Ich möchte hier “Werbung” für die SOKO-Tierschutz machen. Es ist in meinen Augen eine der wenigen unterstützungswerten Tier- und Naturschutzorgansationen. Für mich ist diese Form des Tierschutzes eine der wenigen ehrlichen und eine der wenigen die auch Erfolge vorweisen können. Spenden gehen an die richtigen Leute. Aber es gibt viele Wege einen Beitrag zu leisten.

Ich wäre lieber krank als durch Mittel geheilt zu werden, die mit solchen Methoden “erforscht” wurden! So ein Umgang mit der Natur und Tieren zeugt nicht gerade von einem intelligenten Lebewesen und begründet zu grossen Teilen meine Misanthropie.

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Neue Fotos: Gasthof “S”

Hinter dem Gasthof liegt versteckt noch ein kleiner Spielplatz.

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Neues Objekt: Viehzuchtbetrieb

Es gibt sie doch! Die “klassische” Ruine – kein Zaun, kein Vandalismus, keine Grafitti – so wie es früher einmal war.

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Neues Objekt: Mühlenbrücke

Eine alte Brücke über einem alten Mühlenfluss. An diesem Fluss standen auf seiner Länge im Stadtgebiet an die zehn Mühlen. Keine ist heutzutage noch als Mühle vorhanden. Viele wurden abgerissen, einige zu Wohnraum umgestaltet. Immer wieder findet man Reste der Mühlen so wie diese Betonbrücke mit rostigem Geländer.

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Neues Video: Düsenjäger über Bielefeld

Drei Kampfflugzeuge die mit ohrenbetäubendem Krach ein Manöver über dem Bielefelder Osten fliegen.

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Neues Objekt: Eisturm

Erneut habe ich etwas recht Ungewöhnliches gefunden.
Laut einer Quelle handelt es sich bei diesem fensterlosen, reetgedeckten Turm um einen “Eisturm” aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

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Neue Infos: Radio-Relais-Station

Ich besuchte die Station erneut bei besserem Wetter. Es hat sich leider etwas getan. Es wurde ein neues Radar- oder Telekommunikations-Teil an der obersten Spitze angebracht. Schilder stehen an anderen Stellen, der Rasen ist gemäht und der Zaun wurde runderneuert.

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Neues Objekt: Schuttberg

Als Schuttberg oder Müllberg bezeichnet man einen künstlich aufgeschütteten Hügel, der aus Schutt und Abfällen besteht. Viele dieser Schuttberge wurden in deutschen Großstädten nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Trümmern der durch Bombenangriffe zerstörten Städte errichtet. Fast jede größere Stadt in Deutschland hat wenigstens einen solchen Trümmerberg aufzuweisen.

Seit 1948 wurde hier, auf dem Gelände einer Ziegelei das zerstörte Bielefeld aufgetürmt.
Im Volksmund wird der Schuttberg “Monte Scherbelino” genannt.

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Neues Objekt: Herrenhäuser

Ein interessantes Ensemble zweier alter Häuser. Seit beinahe 10 Jahren stehen die Herrenhäuser leer. Der Abriss ist bereits in trockenen Tüchern, auch wenn durch den Streit um die Nachnutzung damit noch nicht begonnen.

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Neues Objekt: DOSPA 2824 – Trichtersperre

Hier eine weitere Streckensperre aus den Kalten Krieg.

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Neues Objekt: Umgedrehte Kommode

Der Wasserturm auf dem Werder ist der älteste Wasserturm der Stadt Bremen. Das 47 Meter hohe Gebäude – im Volksmund auch „Umgedrehte Kommode“ genannt – auf dem Stadtwerder war Teil der Bremer Wasserkunst.

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Neues Objekt: Zwangsarbeiterlager “R”

Kaum einer weiss es – hier war zwischen den Jahren 1941 und 1945 ein Lager für Zwangsarbeiter. Etwa 22 Barracken standen hier noch bis in die 1980er Jahre. Sie wurden nach dem Kriege als Notunterkünfte genutzt. In einem Luftschutzgraben des Zwangsarbeiterlagers wurden bei einem Luftangriff im Oktober 1944 mehrere Zwangsarbeiter verschüttet und erstickten. Heute sieht man nicht mehr viel von dem Lager. Die westliche Hälfte wurde bereits mit Einfamilienhäusern bebaut. Auf dem Rest des Lagerbereichs ist nun ein kleines Wäldchen. Man sieht noch die Zufahrtsstrassen und einige Umfriedungen. Wenn die Vegetation zurückgeht werde ich noch genauer nachschauen ob es noch weitere Zeitzeugnisse gibt.

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Neue Videos: Palembang-Kugelfische beim fressen

Mal etwas ganz anderes…

Unsere Palembang-Kugelfische (Tetraodon biocellatus) haben sich so langsam eingelebt. Nun gab es einen grossen Haufen Schnecken auf die sie sich wild gestürzt haben. Putzig anzusehen auch wenn die Kugelfische kleine Killer sind, die sich sogar gegenseitig angreifen um sich Futter zu sichern. Wundert euch nicht über die Musik. Die ist zur Zeit noch ein “Platzhalter” bis ich einen passenderen Soundtrack finde.

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Neue Fotos: Poecilotheria bara

Eine Schönheit!

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Neues Fotos: Gewächshaus O. im Sommer

Ohne viele Worte, nun ist alles grün.

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Neues Objekt: Vorbereitete Sperre

Meist vollkommen unbeachtet von der zivilen Bevölkerung, waren sie über die ganze Bundesrepublik verteilt – Tausende von sogenannten “vorbereiteten Sperren” oder auch “vorbereiteten Bausperren”. Im Verteidigungsfall hätten sie den Vormarsch der Truppen des Warschauer Vertrages behindern sollen. Seit dem Ende des Kalten Krieges sind sie zum allergrößten Teil überflüssig geworden, doch noch heute findet man diese Relikte allerorten.

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Neues Objekt: Die Lause-Eiche

Dort wo der Mühlenbach in den Fettpottbach fließt, steht die urwüchsige Lause-Eiche. Der Name rührt von dem “fahrenden Volk” her, dass hier lagerte. Sie wurde so genannt, weil dort in früheren Tagen die Zigeuner Halt machten und sich gelaust haben sollen. Es mag neben hygienischen auch diskriminierende Gründe für diese Geschichte gegeben haben.

Dieser uralte Baum befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Brücke, der “Bruderbrücke”, die hier den Bach überquert. Dort soll vor langer Zeit einer von zwei Brüdern seine geraubten Schätze aus der nahen Kirche in einem Kupferkessel vergraben haben. Sein frommer Bruder hatte ihn dort in der Osternacht überrascht und im Streit um das Diebesgut haben sie sich gegenseitig getötet. In Vollmondnächten treiben die Geister der zwei Brüder bis heute hier ihr Unwesen.

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Neues Objekt: Erziehungshaus

Dieses Erziehungshaus wurde ca. 1960 eingeweiht. Es wurde mit Heimerziehung für “problematische Jugendliche begonnen. Ab 1971 wurden hier Behinderte und Epilepsiepatienten untergebracht. Wann genau die Anlage verlassen wurde ist nicht bekannt.

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