Information: Abriss LSB3

Moin moin liebe Leute,

es ist traurig aber nun Gewissheit. Der grosse OP-Luftschutzbunker am Städtischen Krankenhaus wird abgerissen! Damit schliesst sich der Kreis der Unwahrheiten, die von der Leitung und den Verantwortlichen des Klinikums verbreitet werden. Ein paar Beiträge zuvor habe ich mir ja schon Luft über die schäbige Behandlung von historisch Interessierten gemacht. Nun ist klar, dass auch andere, durch Lokalblätter verbreitete Informationen nicht der Warheit entsprechen. Entweder hat das Lokalkäseblatt vollkommen falsch recherchiert oder, und das glaube ich persönlich, Sie wurden wie ich ganz einfach belogen!

  • „Sprecher Axel Dittmar bestätigte, dass die Klinik „sehr konkrete“ Pläne für das Parkhaus in der Schublade habe: „Das Problem ist, es kostet Geld.“ Experten rechnen mit einem Millionenbetrag. Dafür soll auf dem alten Bunker Ecke Oelmühlen-/Eduard-Windthorst-Straße ein Parkhaus mit rund 300 Stellplätzen entstehen“
  • „Direkt neben dem Klinikum Mitte ist auf einem alten Bunker an der Oelmühlenstraße der Bau eines neuen Ärztehauses mit angeschlossener Privatklinik geplant.“
  • „Den Kern des neuen Gebäudes mit rund 4.000 Quadratmetern Mietfläche soll der alte Krankenhausbunker aus dem Zweiten Weltkrieg an der Oelmühlenstraße bilden. Er wird derzeit als Lager genutzt.“
  • „Der alte OP-Bunker des städtischen Krankenhauses Mitte an der Oelmühlenstraße ist noch wie zu Zeiten des 2. Weltkrieges erhalten. Reste des Inventars erinnern an eine düstere Zeit. Ihn zu sprengen wäre sehr aufwendig. Das Klinikum Mitte macht sich den soliden Stahlbeton jetzt zunutze. Er soll als Fundament für das neue Ärzte- und Parkhaus dienen. Der Bau beginnt nächste Woche.“
  • „Architekt Frank Leier ist überzeugt, dass der dicke Beton des Bunkers ein gutes Fundament abgibt. „Wir können das Ärztehaus einfach draufstellen.“ Der Bunkerbeton bleibt teils sichtbar, werde „etwa aufgehübscht und beschichtet“, so Brandt. Ein Abbruch mit Sprengungen sei in der Nähe von Klinik, Wohnhäusern und Stadtbahn keine gute Alternative.“
  • „Der Techniker kann sich aber auch eine neue Nutzung des alten Bunkers gut vorstellen: Als Krankenhausmuseum, das bisher in einem Verwaltungsgebäude an der Eduard-Windthorst-Straße ausstellt. Die historischen Bunkerräume würden sich nach Ansicht von Brandt gut dafür eignen, zumal von den alten Installationen noch einiges sichtbar sei, das saniert ein solches Museum bereichern würde. Brandt vermutet, dass es in der Bevölkerung ein Interesse daran gibt. Allerdings ist auch klar, dass die Herrichtung der Räume und die Einrichtung einiges an Aufwand kosten würde.“

Wie ein aktuelles Foto von heute morgen zeigt ist bereits die nordöstliche Ecke des Bunkers von einem Abbruchunternehmen abgebrochen worden. Da fehlende Wände die Stabilität verringern ist klar, dass dort nichts auf den Bunker gebaut werden wird.

Ich hatte in Bielefeld schon immer für mein historisches Interesse zu kämpfen. Nur äusserst selten stiess ich auf echtes Interesse an meiner Arbeit, aber die Art und Weise wie die Verantwortlichen mit dem Bunker und der Öffentlichkeit umgehen ist selbst für Bielefelder Verhältnisse beispiellos unterirdisch. Zwei Daumen runter, aber ganz ehrlich… wenn man mal „Gast“ im Klinikum war überrascht dieses Verhalten nicht wirklich.

Und… Ende…

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/ubersichtsbilder/lsb3.png

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/lsb3-abriss-no4/IMG_2155.JPG

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