Eigene Bäume

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/bilder-furs-internet/img_0051-kl.jpg

Wie ihr ja gestern bereits gesehen habe bin ich unter die Baumzüchter gegangen. Naja Züchter… ich habe mir in den Kopf gesetzt aktuell zwei Bäume grosszuziehen. Es handelt sich aktuell um eine Stieleiche, welche ein Trieb aus einer Eichel der wilden Eiche auf der letzten Senner Sanddüne ist, da in diesem Jahr dort hunderte Eicheln aufgegangen sind, und eine Blutbuche. Die Eiche ist ein Wildling und die Buche ein Sämling. Bekommen habe ich beide Bäume am Wochenende des 05.06.2016 als kleine Triebe von gerade mal 5-10 cm Höhe. Am 07.06.2016 habe ich sie je in einen Topf umgepflanzt und werde sie nun etwas zur Ruhe kommen lassen. Ich schreibe das jeweilige Aufnahmedatum der Bilder in die Bildbeschreibung statt unter die Galerie.

Die Blutbuche hat leider schon zwei trockene Blätter. Sie hat sich aber wieder berappelt. Von daher habe ich sie nach draussen gestellt.

Nach den regnerischen Tagen draussen habe ich die beiden Bäume nun wieder im Haus. Der deutschen Eiche hat es sehr gut getan, was man an dem kleinen neuen Trieb erkennen kann. Auch ein “Verwandter” aus meinem Garten hat sich in diesem Topf angesiedel. Es ist ebenfalls ein Trieb einer deutsche Eiche, die seit 100 Jahren auf unserem Grundstück steht. Der Rotbuche hat das raue Wetter nicht gefallen. Sie hat alle Blätter bis auf eines verloren. Ich hoffe, dass sie dennoch weiterwächst.


Die Stieleiche (Quercus robur L., Syn.: Quercus pedunculata Hoffm.), auch Sommereiche oder Deutsche Eiche genannt, ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Eichen (Quercus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Um ihre Zugehörigkeit zur Gattung der Eichen zu betonen, ist in der Botanik die Bindestrichschreibweise Stiel-Eiche üblich. Die Stieleiche ist „Baum des Jahres“ 1989.

Die Stieleiche ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart. Sie kommt in fast ganz Europa vor. Sie fehlt nur im Süden der Iberischen Halbinsel, auf Sizilien, im Süden Griechenlands, im nördlichen Skandinavien und in Nordrussland. Gegenüber der Traubeneiche reicht ihr Verbreitungsgebiet weitaus weiter in den Osten, da sie kontinentales Klima wesentlich besser verträgt. Die Verbreitung der Stieleiche reicht in den Bayerischen Alpen bis auf 1000 m.

Am besten entwickelt sich die Stieleiche auf nährstoffreichen, tiefgründigen Lehm- und Tonböden. Sie kann aufgrund ihrer guten Anpassungsfähigkeit aber auch wechselfeuchte bis nasse Pseudogley- und Gleyböden besiedeln. Die lichtbedürftige Stieleiche wird in Mitteleuropa auf normalen Standorten von der schattentoleranten, konkurrenzstarken Rotbuche verdrängt. Sie ist deshalb nur auf Sonderstandorten bestandsbildend, d. h. in den periodisch überfluteten Hartholzauwäldern der großen Ströme, auf strengen Tonböden in Eichen-Hainbuchenwäldern sowie auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden in Eichen-Birkenwäldern und Eichen-Kiefernwäldern. Im Osten des Verbreitungsgebiets kommt die Rotbuche aufgrund der Spätfrostgefahr nicht mehr vor, so dass dort Stieleichen zusammen mit Hainbuche, Waldkiefer und Sandbirke die natürliche Waldgesellschaft bilden.

Die Stieleiche ist ein 20 bis 40 Meter hoher Baum und erreicht einen Stammdurchmesser bis drei Meter. Ihr Höchstalter liegt bei 500 bis 1000 Jahren, in Ausnahmefällen bis zu 1400 Jahren. Ihre Rinde ist in der Jugend glatt und schwach grau-grün glänzend, später wird eine dicke, tief längsrissige, graubraune Borke gebildet. Die Knospen sind stumpf, eiförmig und sitzen gehäuft an den Triebenden. Die wechselständigen, ledrigen Blätter sind nur kurz gestielt und werden 10 bis 15 Zentimeter lang. Sie sind oberseits tiefgrün glänzend, auf der Unterseite heller und in fünf bis sechs Buchten gelappt. Die Stieleiche ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Die Fähigkeit, keimbare Eicheln zu bilden, erreicht sie ungefähr im Alter von 60 Jahren. Sie blüht von April bis Mai, die Eicheln reifen von September bis Oktober. Die Eicheln sitzen zu dritt bis fünft an 1,5 bis 4 Zentimeter langen Stielen (daher der Name Stieleiche) und werden bis 3,5 Zentimeter lang. Die Eicheln dienen verschiedenen Tieren als Nahrung und werden von ihnen verbreitet. Vor allem der Eichelhäher sorgt durch Anlage von Nahrungsdepots für die Verbreitung der Stieleiche (Hähersaaten). Die Stieleiche bildet eine kräftige Pfahlwurzel; dank ihren Wurzeln ist sie äußerst sturmfest. Sie kann mit ihren Wurzeln auch stark verdichtete Böden erschließen, um tiefliegendes Grundwasser zu erreichen.

Als Droge dienen die getrocknete Rinde der jungen Zweige und Stockausschläge. Die pharmazeutische Drogenbezeichnung lautet Quercus cortex (lat. für Eichenrinde; alt: Cortex Quercus). Die Rinde enthält zumeist 10 % (bis 20 %[5]) Gerbstoffe, wobei es sich in erster Linie um Catechingerbstoffe (oligomere Proanthocyanidine) handelt. Das Europäische Arzneibuch (Ph. Eur.) berechnet die Catechine als Pyrogallol und fordert einen Mindestgehalt von 3 %.Daneben kommen auch Ellagitannine oder komplexe Gerbstoffe, z.B. Flavanoellagitannine sowie Quercitol und Triterpene vor. In den Blättern sowie in noch grünen Früchten liegen Gerbstoff in einem Gehalt von bis zu 15 % vor.Äußerlich kommen Vollbäder oder Umschläge mit Zubereitungen aus Eichenrinde zur Anwendung, vor allem bei entzündlichen Hautleiden (nicht bei nässenden Ekzemen/ großflächigen Hautschäden). Lokale Anwendungsgebiete von Eichenrinde sind leichte Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie im Genital- und Analbereich. Innerlich wird Eichenrinde bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen angewandt, etwa als Teezubereitung.
Quelle: Wikipedia


Die Blutbuche, (Fagus sylvatica f. purpurea), auch Purpurbuche, so genannt wegen ihrer rötlichen Blätter, ist eine Mutation der Rotbuche. Beide gehören zur gleichen Art Fagus sylvatica und somit zur Gattung Buchen (Fagus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

Blutbuchen sind bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt, ursprünglich unter dem Namen Fagus sylvatica f. atro-punicea. Ihre Kultur begann aber erst im 18. Jahrhundert. Auch von dieser Buchenart gibt es zahlreiche verschiedene Versionen, wie Swat Magret und Riversii.

Die Rotfärbung ist auf das Fehlen eines Enzyms zurückzuführen, das die normalerweise nur in der Epidermis junger Blätter vorkommenden Anthocyane abbaut. Die Epidermis des Blattes ist somit nicht mehr durchsichtig, sondern rötlich gefärbt und das Blattgrün im Innern des Blattes nicht mehr sichtbar. Blutbuchen verlieren im Lauf der Vegetationsperiode die rote Farbe, sie vergrünen allmählich und sind dem flüchtigen Betrachter im Herbst kaum noch als Blutbuchen zu erkennen. Sonnenblätter enthalten meist mehr Anthocyane als Schattenblätter, die grünlicher sind. Blutbuchen können 30 m hoch und über 200 Jahre alt werden.

Andere Buchenarten mit besonderem Wuchs, wie Hänge-Buche oder Süntel-Buche wurden mit der Blutbuche gekreuzt. So gibt es beispielsweise Blut-Hänge-Buchen (Fagus sylvatica cv. ‚Pendula Purpurea‘) und Blut-Süntel-Buchen (Fagus sylvatica cv. ‚Tortuosa Purpurea‘).
Quelle: Wikipedia

6 Antworten auf Eigene Bäume

  1. Pingback: Neue Fotos: Meine Bäume | Auferstanden aus Ruinen

  2. Pingback: Neue Fotos: Eigene Bäume | Auferstanden aus Ruinen

  3. Matthias

    Bei der Farbe der Blätter würde ich eher vermuten, dass es sich um eine Blutbuche handelt. Rotbuchen haben doch grüne Blätter.

  4. Pingback: Neues Projekt: Bäume | Auferstanden aus Ruinen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.