LSB 6 – Hochbunker

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/hochbunker-bielefeld-7-innenansichten/p1080611.jpg

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/ubersichtsbilder/lsb6.png

Der siebte und letzte Hochbunker LSB6 hat drei Stockwerke. Auch er ist ungenutzt und steht zur Zeit zum Verkauf. Der Hochbunker mit seinen 838 m2 war für 373 Personen gedacht und ist für 150.000,00 € zu haben. Er wurde zwischen 1941 und 1943 erbaut und wurde nach dem Kieg vom Vertriebenenamt als Notunterkunft benutzt. Seit ungefähr 40 Jahren ist er im Besitzt einer Tischlerfamilie und wurde als Lager genutzt. Der Erker enthielt Sand zur Luftfilterung.

[Fotos aus dem Jahr 2008]

____________________________________________________________________________________________________________________

Update No1: Innenansichten

Aufgrund des anstehenden Verkaufs des Bunkers wurde mir ein Blick ins Innere gewährt. Der Bunker hat zwei Stockwerke und einen Keller. Das Innere wurde nach dem Krieg umgebaut um Flüchtlinge unterzubringen. Es gibt 8 Toiletten und 6 Ofenschächte. Im Keller befindet sich ein niedriger Raum, der vermutlich zur Lagerung von Lebensmitteln genutzt wurde. Nach dem Krieg wurden auch hier Menschen untergebracht. Sie haben Namen und Zeichen mit Streichhölzern an die Decke gebrannt. Im Oberen Stock sind einige Wände von Hand mit Blumen und Tieren bemalt worden. Diese alten „Graffiti“ stammen aus der Zeit als das Vertiebenenamt den Bunker nutzte.

[Fotos aus dem Jahr 2011]


Update No2: Aktuelle Fotos 2016

Mitte des Jahres 2016 besuchte ich dieses kleine ranzige Schmuckstück erneut und war verwundert, dass sich dort nichts getan hat. Im Laufe des Jahres 2012 hiess es, dass der Bunker verkauft worden sei und bald abgerissen werden würde. Passiert ist hier doch jedoch nichts. Die einzige Veränderung abgesehen von der Vegetation ist ein alter Wohnwagen.

[Fotos aus dem Jahr 2016]


Update No3: Umbau

Kaum hatte ich meine Verwunderung ausgesprochen, schon erreichte mich die Information, dass es Bauarbeiten am Bunker gäbe. Dank dieses Tips hatte ich die Möglichkeit einige Fotos des Zwischenzustandes zu machen. Ich schätze ich hätte den Umbau ansonsten glatt verpasst. Nun sieht man auf der Vorderseite ebenerdig herausgeschnitten fünf grosse Öffnungen. Auf der Rückseite sind davon mindestens zwei entstanden.

Durch den Kontakt zum Bauherren konnte ich in Erfahrung bringen, dass in diesem eigentlich kleinen Bunker zehn Wohneinheiten entstehen sollen! Es wird ein weiteres Stockwerk aufgesetzt und aussen ein Fahrstuhl angebracht.

[Fotos aus dem Jahr 2017]


Update No4: Im Keller

Im Zuge des Umbaus habe ich zuerst ein weiteres Mal den Keller in Bild und Video festgehalten. Allmählich wird es interessanter, da man aufgrund der herausgerissenen Nachkriegsbauteile endlich die wahre Grösse und Form des Bunkers erkennen kann. Auch kann man mittlerweile erahnen, dass zu Kriegsende die Luftschutzleitung hier einen Ausweichsitz fand. Man erkennt Befestigungen für Kabel aller Art. Die Unterkellerung masst seltsam an, da die Schutzlüftungsanlage fehlt und der Bunker inklusive „Kartoffellager“ nur zu 3/4 unterkellert ist. Viele Öffnungen sind mit Ziegeln verschlossen worden. An einer Stelle scheint eine ganze Stahlbetonwand entfernt worden zu sein und es wurden Kaminschächte vom Keller bis zum Dach durchstossen.

Desweiteren habe ich mir die vielfältigen mit Kerzen in die Decke des Kartoffelkellers gebrannten Namen angesehen. Man findet hier neben diversen Hakenkreuzen, kyrillischen Schriften auch die Namen „Billy Jenkins“ und „Tom Prox“. Gemeint sein könnte Erich Rudolf Otto Rosenthal (Künstlername Billy Jenkins). Er war ein Schauspieler, Zirkus- und Varietékünstler, Kunstreiter, Kunstschütze, Lassowerfer, Greifvogeldompteur sowie Autor und Titelheld der Romanreihe Billy Jenkins. Er lebte von 1885 bis 1954. Die Wildwest-Romanreihe „Billy Jenkins“ hatte eine Parrallelreihe mit dem Namen „Tom Prox“; ebenfalls im Westernmillieu angesiedelt.

[Fotos aus dem Jahr 2017]


Update No5: Umbau Woche 4

Bis zum Ende der vierten Umbauwoche sind bereits alle Fensteröffnungen frei. Der Bauherr konnte so enorme Kosten sparen, da an den Länggseiten je zehn und an den kurzen Seiten vier bzw. sechs Fensteröffnungen bereits vorhanden waren. Man musste lediglich die Ziegelsteine mit einem Hydraulikhammer entfernen. Innen wurden sämtliche nach dem Krieg eingezogenen Ziegelwände entfernt. Nun konnte man auch das erste mal die eigentliche Grösse des Bunkers erkennen. Lüftungsrohre und Kabelvorbereitungen kommen zum Vorschein. Die grosse Schutzlüftungsanlage fehlte ja bereits.

[Galerie nicht gefunden]688

[Fotos aus dem Jahr 2017]


Update No5: Umbau Woche 6

Nun geht alles echt schnell. Die Trünner aus dem Inneren wurden entfernt und die breiden Betontreppen wurden abgebrochen. Nun wird das ausfräsen der Fensterschächte vorbereitet. Die Fenster werden nach innen hin schräg verbreitert um mehr Licht hineinzulassen. Ich bin beeindruckt, denn ich habe auf der Baustelle noch nie mehr als drei Personen arbeiten sehen. Im Vergleich zu den anderen Bunkerumbauten Bielefelds geht es hier rasend schnell.

[Galerie nicht gefunden]689

[Fotos aus dem Jahr 2017]


Update No5: Umbau Woche 6

Gut eine Woche später wurde begonnen die Löcher, die durch die entfernten Treppen entstanden sind wieder dem Wohnraum zuzuführen. Man verlängert einfach die Wände und den Boden und verschliesst die Schächte. Nächste oder übernächste Woche werde ich dieses im Bilde festhalten.

[Galerie nicht gefunden]690

[Fotos aus dem Jahr 2017]

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/ubersichtsbilder/ubersichts-knopf.png

8 Antworten auf LSB 6 – Hochbunker

  1. Pingback: Neue Fotos: LSB6 – „Kartoffelkeller“ | Auferstanden aus Ruinen

  2. Pingback: Neue Fotos: Umbau LSB6 | Auferstanden aus Ruinen

  3. Vapore

    ES tut sich was am Bunker, Fenster und Türen werden durchgebrochen.
    Nur was das soll ist unbekannt.

  4. Marten

    Guten Tag, ist den bekannt in wessen Besitz der Bunker ist? Besten Gruß

  5. Pingback: Änderung: Luftschutz Bielefeld | Auferstanden aus Ruinen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.