LSB 4 – Hochbunker

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Der Bunker LSB4 ist von der selben Machart wie der vierte. Der Hochbunker, der 1941 errichtet wurde, sieht aus wie ein normales Haus. Er hat Fenster und seine 721,25 m2 wurden von der Stadt bis 2008 als Männerwohnheim genutzt. Die Stadt hatte den Hochbunker auf dem 1500 m2 großen Gelände 1951 in eine Obdachlosenunterkunft umbauen lassen. Das dreigeschossige, nicht unterkellerte Gebäude hat 1,20 Meter dicke Stahlbeton-Außenwände. Weil sie keinen Verwendungszweck dafür mehr sah, bot die Stadt es zum Verkauf an und fand jetzt einen Privatinvestor als Interessenten.
Quelle: nw-news.de

[Fotos aus dem Jahr 2008]

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Update No1: Abriss

Dieser Bunker befindet sich im Moment im Abriss. Der neue Eigentümer will den Hochbunker „sägen, nicht sprengen“ und Wohngebäude errichten.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No2: Innenansichten

Kurz vor dem Abriss kann ich euch das Innere des Bunkers zeigen. Das Dach ist teilweise eingestürzt, die linke Seite der Frontwand ist eingerissen und im Erdgeschoss steht das Wasser. Dennoch ein seltener Blick ins Innere.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No3: Abriss Woche 4

Der Abriss geht schleichend von statten. In der mittlerweile 4. Woche ist gerade einmal die Hälfte der Front und die linke Ecke abgetragen. Man kann spüren wieviel Mühe die Abrisszange hat sich durch Beton und Stahl zu fressen.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No4: Abriss gestoppt

In der mittlerweile 6. Woche steht der Abriss plötzlich still. Anwohner haben sich erfolgreich beschwert. Die Lärmbelästigung und die Verschmutzung des Umfeldes haben untragbare Zustände angenommen. Die für den Abriss angesagten 60 Dezibel wurden kontinuierlich um 20 Dezibel überschritten. In Spitzen wurden sogar 90 Dezibel gemessen. Hinzu kommen Beschädigungen der Häuserfassaden und Autos durch umherfliegende Trümmer. Auch durch die Vibrationen des Abrissmeissels könnten Schäden an den umliegenden Häusern entstehen. Dazu kommt die Sturheit des Bunkers. Die angesetzten zwei Monate sind fast um und es sind „nur etwa 20 Prozent geschafft“.
Quelle: Westfalen-Blatt

Mittlerweile steht Wasser im Erdgeschoss und der ersten Etage. Die linke Ecke fehlt fast vollständig. Und sogar jetzt müssen irgendwelche jungen Menschen den Bunker mit Farbe beschmieren, wie ihr am Anfang des Videos sehen könnt. Aber der Koloss trotzt allem.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No5: Abriss geht weiter

Acht Wochen nachdem der Abriss des Hochbunkers aus Gründen des Lärmschutzes gestoppt wurde, gibt es wieder Leben auf der Baustelle. Das Abrissunternehmen fährt nun schweres Gerät auf. Von nächster Wochen an soll ein 90-Tonnen-Bagger die zum Teil 1,40 Meter starken Wände und Decken aus Beton zertrümmern. Gestern in den frühen Morgenstunden traf nun der Spezialbagger der Firma Zeller mit Sitz in Offenbach ein, der die Reste des Bunkers innerhalb der nächsten Wochen beseitigen soll. Im Gegensatz zum bisherigen Verfahren mit der kleine Hydraulikzange zerdrückt der »Betonbeißer« Wände und Decken mit einer grösseren Hydraulikzange, die eine Brechkraft von bis zu 575 Tonnen entwickelt. Etwa vier Wochen dauert es dann, um den Hochbunker dem Erdboden gleich zum machen.
Quelle: Westfalenblatt

Der 90-Tonnen-Bagger, mit der grössten Hydraulikzange (NPK Betonbeisser S-90XCR) die ich je gesehen habe, hat seine Arbeit aufgenommen. Dagegen kommt der Bunker nicht an.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No6: Abriss Endspurt

Die Tage des 4. ältesten Bielefelder Hochbunkers sind gezählt. Die neue Abrissmaschine leistet ganze Arbeit. Das rechte Viertel des Bunkers steht noch. Erneut verschwindet ein Stück Geschichte aus Bielefeld.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No7: Das Ende

Die letzten Bilder eines steinernen Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Nur ein Haufen Trümmer. Aber auch das Ende ist scheinbar nicht das Ende. Auch hier sind erneut Schwierigkeiten aufgetreten. Es wurde eine zweite Bodenplatte festgestellt, deren Existenz vorher unbekannt war. Diese Fundamentplatte ist nun entfernt worden und es klafft ein grosses Loch an der Stelle wo einst der Bunker stand.
Quelle: nw-news.de

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No8: Das Ende Teil 2

Neulich besuchte ich die Baustelle des abgerissenen LSB4. Erschreckt sah ich, dass der Bunker zwar inklusive Fundament entfernt wurde, jedoch keine neuen Bauaktivitäten zu sehen sind. Dort wo der Bunker stand ist nun ein kleiner See der langsam von der Natur überwuchert wird.

[Fotos aus dem Jahr 2012]

Auch wenn das Internet verspricht, dass die neuen, noch besseren Wohneinheiten an dieser Stelle im Herbst 2013 bezogen werden können, ist die einzige Veränderung der Baustelle der steigende Wasserstand im „Ernst-Rhein-See“.

[Fotos aus dem Jahr 2013]

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