106. Festung Thyborøn

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  • 6.1 Diverse Regelbauten und Gebäude
  • 6.2 R 636 – Leitstand für die Heeresküstenbatterie
  • 6.3 R 671 – Schartenstände für Geschütze auf mittlerer Sockellafette 120°
  • 6.4 F 277 – Scheinwerferbunker für einen 150cm Scheinwerfer
  • 6.5 L 487 – Jägerführung zur Nachtflugüberwachung
  • 6.6 R 621 – Gruppenunterstand für 10 Mann
  • 6.7 Beobachtungsposten Hafeneinfahrt

Im Jahr 2014 wanderten wir erneut auf den Geschichtspfaden an der dänischen Nordsee.

6.1 Festung Tyborøn

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Dies sind die Reste der Festung Thyborøn. Entstanden ist hier eine der dichtesten Bunkernlagen in Dänemark mit 66 großen und 40 kleineren Betonbunkern. Die Festung Thyborøn ist durch einen dänischen Architekten massgeblich mitgeplant worden. Dieser Architekt, den man heute hauptsächlich unter dem Namen “Schildkrötenspion” kennt entwarf Tarnungsmöglichkeiten für die Batterie und kopierte sämtliche Pläne für den dänischen Widerstand. Dadurch ist die Festung Thyborøn wahrscheinlich die am besten erforschte Anlage des Atlantikwalls. Auch die Tarnung der Bunker als Dünenhof und Sommerhäusern ist einzigartig.

[Fotos aus dem Jahr 2014]


6.2 Leitstand für die Heeresküstenbatterie (R 636)

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Beginnt man in Thyborøn und läuft die Anlage südwärts ab so findet man zuerst einige Mannschaftsunterstände für 20 Mann (Regelbauten 622 – der häufigste Bunkertyp in Dänemark) und den Flakleitbunker (FL 241). Letzterer wird heutzutage von der dänischen Marine für nahezu den selben Zweck wie damals genutzt. Ein betreten ist nicht möglich. Die Bunker am Strand sind meist nur einige Zentimeter über dem Sand zu sehen und Anfang des Jahres 2014 wurden einige, für Touristen gefährliche Bunkerreste entfernt. Interessanter werden die Bunker im südlichsten und am dichtesten bebauten Abschnitt der Festung. Hier findet man zuerst den grossen Leitstand für die Heeresküstenbatterie (R 636). In Houvig nahe Sondervig steht ebenso ein Regelbau. Dieser ist jedoch im letzten Jahr vorne eingebrochen. Der R 636 in Thyborøn ist gut erhalten. Er wurde vom “Schildkrötenspion” mit Dachziegeln, Schornstein und aufgemalten Fenstern versehen und wirkt auf Luftbildern wie ein dänischer Dünenhof.

Regelbau R 636 auf fortiff.be

[Fotos aus dem Jahr 2014]


6.3 Schartenstände für Geschütze auf mittlerer Sockellafette 120° (R 671)

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Direkt daneben findet man vier Schartenstände für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume 120° (R 671). Ausgerüstet waren sie mit 10,5cm Kanonen. Sie wurden vom “Schildkrötenspion” mit einer Satteldachatrappe und sogar einer “Veranda” versehen. Mit Bemalung wirkten sie damals wie gewöhnliche Ferienhäuser. Ganz allmählich versinken sie im Sand. Gesäumt werden diese Bunker durch Flakbunker, Scheinwerferbunker, Pak-Bunker, Ringständen und Flankierungsbunker.

Regelbau R 671 auf fortiff.be

[Fotos aus dem Jahr 2014]


6.4 Gruppenunterstand für 20 Mann (R 622)

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Hinter der Batterie am Strand liegen zahlreiche Mannschaftsbunker, wie dem R 622, in denen man gelegentlich sogar noch Beschriftungen an den Wänden findet. Desweiteren steht hier ein grosser Scheinwerferbunker für einen 150cm Scheinwerfer (F 277). Den Scheinwerferbunker konnte ich aufgrund des schlechten Wetters nicht auf Foto bannen.

Regelbau F 277 auf fortiff.be
Regelbau R 622 auf fortiff.be

[Fotos aus dem Jahr 2014]


6.5 Regelbau L 487 Jägerführung zur Nachtflugüberwachung

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Geht man hinter den Dünen zurück Richtung Norden gelangt man an den (geheimen), über zwei Stockwerke gehende Regelbau L 487 zur Nachtflugüberwachung. Baugleich mit dem L 478 in Houvig, war in dem großen Loch im Boden einst ein großer Glastisch und in den PKW-breiten Durchgängen riesige Glasplatten montiert. Hier wurden die Informationen des “Würzburg-Riesen-” und des “Freya-Radars” zusammen mit einem sogenannten “Seeburg-(Glas)-Tisch” zur Leitung von Nachtjagdflugzeugen eingesetzt. Durch die Lage nah am Strand ist dieser Bunker nicht betretbar. Die Eingänge sind voll Sand und das untere Stockwerk steht unter Wasser. Eine dunkle Gruft, feucht mit gelben Wänden und gespenstisch wirkendem rotem Wasser und Tropfsteinen. Vom Betreten muss ich aus Sicherheitsgründen abraten!

Regelbau L 478 auf regelbau.dk

[Fotos aus dem Jahr 2014]


6.6 Gruppenunterstand für 10 Mann (R 621)

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Ein wenig weiter nördlich befindet sich der restaurierte Gruppenunterstand für 10 Mann (R 621), der nach den Ideen des “Schildkrötenspions” als kleines Industriegebäude mit Fenstern und Laderampe getarnt wurde. Da es sich mittlerweile innerhalb des Küstencenters befindet zeige ich ihn nur von aussen.

Regelbau R 621 auf fortiff.be

[Fotos aus dem Jahr 2014]


Geht man durch den Ort Thyborøn stolpert man immer wieder auf Reste der Besatzer. Nach dem Krieg wuchs die Stadt über die Bunker in der Innenstadt hinaus. Gut zu erkennen sind einige Verladegleise.

[Fotos aus dem Jahr 2014]


6.7 Beobachtungsposten Hafeneinfahrt

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Direkt an der Hafeneinfahrt Thyborøns befindet sich noch ein kleiner Bunker. Er diente als Beobachtungsposten. Von hier aus konnte man die eine Minensperre, die den Hafen schützte zünden.

[Fotos aus dem Jahr 2014]

http://www.auferstandenausruinen.de/urban-exploration/militar/heereskustenbatterie-sondervig/

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