Deckungsgraben „M“

http://www.auferstandenausruinen.de/wp/wp-content/gallery/bunker-m/img_0028.jpg

Ein Zufallsfund am Strassenrand.

Hierbei handelt es sich um einen Deckungsgraben aus dem Zweiten Weltkrieg.
Ein Deckungsgraben (im Sinne der LS-Bauvorschriften) ist ein Luftschutz-Bauwerk, das nur Schutz vor Trümmern, Splittern und Gaseinwirkung bieten sollte. Ein Deckungsgraben kann zwar unter günstigen Bedingungen gegen verschiedene Bomben sicher sein, aber nie die Sicherheit eines echten Luftschutzbunkers erreichen. Deckungsgräben wurden grundsätzlich ohne bombensichere Fundamente geplant und gebaut, dadurch können diese in relativ kurzer Zeit fertiggestellt werden. Die Konstruktion und der Bau von Luftschutz-Deckungsgräben erfolgte in zahlreichen Varianten, wobei die Decke meistens aus Beton besteht.

Der Begriff Deckungsgraben bezeichnet die Grundbauform und Herstellung: Deckung durch einen bzw. in einem Graben. Die Bauweisen waren halb in den Boden eingelassene Deckungsgräben in der Bauart halbrunder Decken (Vollbogen außen) und in den Boden eingelassene „Räume“ mit geraden Decken. Aus Tarnungsgründen sollten die Deckungsgräben begrünt werden unter Beachtung der Höchstgrenze mit maximal 1 Meter Überdeckung. Teilweise wurden Deckungsgräben nachträglich noch verstärkt. Diese Maßnahmen erfolgten durch das Aufsetzen einer Betonhaube. in diesem Falle handelt es sich um einen Splitterschutzunterstand mit Wölbkragendecke.

Ein Deckungsgraben kann komplett unter der Geländeoberkante mit maximal 1m Überdeckung oder nur halb in den Boden eingebaut sein. Deckungsgräben haben mindestens zwei Zugänge bzw. zusätzlich zu dem Zugang mindestens noch einen Notausstieg. Dieser hier ist von der Bauart her identisch mit Bergbau-Deckungsgräben, sowohl von den Ausmaßen wie der Wandungsstärke.
Quelle: Wikipedia

Er ist gemauert mit Betonüberzug und Abprallschutz für Brand- und Fliegerbomben. Die untere Kante ist absichtlich nach innen gezogen, um Druckwellen von Splitterbomben die im 60° Aufprallwinkel auftrafen, abzuleiten. Damit sollte vermieden werden, dass der Schutzbau von unten geknackt wurde. In der höchsten Ausbaustufe waren sie maximal gegen Bomben bis 50 KG sicher genau wie alle anderen Zivilschutzanlagen. Einzig Beamtenbunker waren ausgelegt für Bomben bis 1000 kg. Gasmasken mussten mitgebracht werden, sie waren nicht Bestandteil des Schutzbaus.

[Fotos aus dem Jahr 2012/14]

5 Antworten auf Deckungsgraben „M“

  1. Pingback: Neue Objekte: Deckungsgräben | Auferstanden aus Ruinen

  2. Gerd Wolf

    Hallo, Phil,

    Es handelt sich um den ehemaligen Eiskeller des nahen Hofes.
    Der Eiskeller wurde während des Krieges zum Luftschutzraum ausgebaut.
    Ich hab Dir dazu eine E-Mail geschrieben.

    Gruß
    Gerd

  3. Detlef

    Hi Phil,
    irre ich mich oder war der Tipp von mir??
    Gruß!

  4. Pingback: Neues Objekt: Bunker “M” | Auferstanden aus Ruinen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.