Steinwerk (teilweise abgebrannt 2012)

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Nach dem Brand 2012 scheint die Hundestaffel dort nicht mehr oft genug Präsenz zu zeigen. Mittlerweile ist das vorher zerstörungsfreie Steinwerk von Kabeldieben, Grafittischmierern, Vandalen und Geocachern heimgesucht worden. Desweiteren ist das Gelände mit Giftstoffen belastet. 2013 verletzte sich hier ein Hudneführerin durch eine Pfütze „Flusssäure/Salpetersäure“. Damit wäre auch dieses Werk fotografisch „hinüber“ und es gibt keinen Grund mehr das hohe Einsturzrisiko einzugehen. Der Besitzer ist ebenfalls alarmiert.

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1. Steinwerk

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Dieses sind die Reste eines Steinwerkes.


Quelle: Werksbesitzer E.H. (Name aufgrund von Standortschutz gekürzt)

Das Kalksandsteinwerk wurde 1910 gegründet. Sand und Kalk sind die zur Verarbeitung notwendigen Grundstoffe, die in der Nähe in ausreichendem Masse noch auf lange Zeit zur Verfügung stehen. Diese günstigen Bedingungen bildeten für eine stete Weiterentwicklung des Werkes und Erhöhung der Produktion eine sichere Grundlage, so dass der tägliche Ausstoss der erzeugten Kalksandsteine von 24.000 Stück auf 100.000 bis 180.000 Stück gesteigert werden konnte, wobei teilweise in drei Schichten gearbeitet wurde. Diese entspricht einer Produktion von 30-40 Millionen Steinen pro Jahr. In den 1950er Jahren werden in zwei Schichten 100.000 Steine täglich hergestellt. Durch Neuanlagen, die 1951 kurz vor der Vollendung standen, sollte die Produktion bei gleicher Schichtzahl auf 150.000 Steine gesteigert werden. Mit Abschluss dieses Jahres wird die Produktion des Werkes seit Bestehen 500 Millionen Steine erreichen; eine Menge die genügen würde um sämtliche Gebäude des Stadtteils zu errichten. Die Herstellung der Kalksandsteine, die Ziegelsteinen 1. Klasse durchaus ebenbürtig sind, erfolgt durch Pressung eines Gemisches von Sand sowie gebranntem und gelöschtem Kalk. Die auf Spezialpressen fertiggestellten Rohlinge wurden in Kesseln unter Dampfdruck von 8 atü acht Stunden lang gehärtet und sind nach dieser Zeit sofort gebrauchsfähig. Die Verladung der fertigen Steine erfolgte automatisch durch eine Spezialladevorrichtung, wie überhaupt die Steine nur einmal, und zwar beim Abnehmen von der Presse, in die Hand genommen wurden.

Die Fabrik dürfte seit etwa 20-30 Jahren leerstehen. Die grossen Maschinen sind längst verschwunden.
Das Wohnhaus auf dem Gelände wurde bis in die 90er Jahre genutzt.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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Update No1: Brand 2012

Ende März 2012 haben einige der Nebengebäude gebrannt. Die knapp 70 Kräfte der Löschabteilungen konnten jedoch ein Übergreifen auf das Hauptgebäude, einen Schornstein und auf unmittelbar angrenzende Bäume verhindern. Gegen 3 Uhr war der Einsatz auf dem alten Industriegelände beendet. Die Brandwache dauerte jedoch bis in die Morgenstunden. Das Nebengebäude, in dem nach Angaben der Feuerwehr Akten lagerten, wurde zerstört.
Quelle: Westfalenblatt

[Fotos aus dem Jahr 2012]

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