Kühlturm

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Kühltürme sind im Prinzip Hohlzylinder mit offenen Enden, die vertikal und am unteren Rand genügend weit entfernt von der Bodenfläche (genauer: einem Wasserbecken, der Kühlturmtasse) auf Stützen aufgestellt werden. Unmittelbar am unteren Rand über den Stützen befinden sich Verteilerrohre und Düsen zum Versprühen des heißen, zu kühlenden Wassers. Wird das erhitzte Wasser unten in den Kühlturm eingesprüht, so erwärmt sich die Luft, dehnt sich aus, strömt zusammen mit dem Dampf nach oben und zieht dabei vom unteren Rand jeweils frische Kaltluft nach (Kamineffekt). Des Weiteren befinden sich im Inneren Füllkörper zur Verrieselung und Tropfenabscheider, an denen das gekühlte Wasser wieder in die Kühlturmtasse abregnet. Der Rest des Kühlturmes ist leer und dient allein der Verdunstung des Wassers in dem natürlichen Aufwind und seinem Abregnen.

Breite und Höhe sind dabei von der geforderten Kühlleistung abhängig, diese kann bei Großkraftwerken deutlich mehr als 4 GW betragen. Mit dieser Wärmemenge werden im zugehörigen Kühlturm etwa 1500 Kilogramm Wasser in der Sekunde in Wasserdampf umgewandelt. Bei kleinen Anlagen werden zur Erhöhung der Effektivität zusätzlich Lüfter zur erhöhten Förderung des Luftstroms eingesetzt.

Moderne Naturzug-Kühltürme sind meist als Schalentragwerke aus Beton errichtet und haben im Prinzip die Form von Rotationshyperboloiden. Hierbei ist diese geometrische Form aber nur bis zu etwa einem Viertel der oberen Hälfte des Hyperboloids ausgeführt, der obere Rand hat deshalb einen deutlich kleineren Durchmesser als der untere Rand. Bei dieser Form handelt es sich um eine Regelfläche, die einfach mit gekreuzten geraden Stahlträgern aufgebaut werden kann, wodurch die Baukosten gegenüber anderen Formen gesenkt werden. Die Aussteifung der Schale erfolgt über den oberen und unteren Ring.

Trotz der teilweise gewaltigen Dimensionen sind Kühltürme aus Stahlbeton die filigransten Betonbauwerke überhaupt. Bei einer Bauhöhe von 200 m hat der Kühlturm in Niederaußem eine Wandstärke von weniger als 30 cm. Vergleicht man die Proportionen, so ist die Wandstärke etwa nur ein Fünftel so dick wie die eines Hühnereies.
Quelle: Wikipedia

Die Papierfabrik wurde bereits 1799 gegründet.
Wahrscheinlich wurde der Kühlturm zum Anlauf der Papiermaschine 1 (2,80 Meter) im Jahre 1919 errichtet und Ende 1990 abgestellt.

[Fotos aus dem Jahr 2013/14]

7 Antworten auf Kühlturm

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  2. Thomas Schreiter

    Ich arbeite dort seit 30 Jahren.

    • Hallo Thomas,

      wäre eine Besichtigung des Turmes möglich?
      Ich weiss, dass das Betreten aus Asbest-Gründen nicht gut wäre, aber ich würde gerne mal Fotos ohne Zaun machen.
      Natürlich sind auch einige andere Teile des Werkes durchaus historisch interessant.

      Gruss… Phil…

  3. Thomas Schreiter

    Der Kühlturm wurde mitte der 60er Jahre neu errichtet. Vorher war ein kleinerer Holzkühltum in Betrieb. Der Kühlturm wurde mit Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks, ich meine 2005, ausser Betrieb genommen.

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