Kalkbrennerei „S“

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Dieses Kalkwerk bestand wahrscheinlich von den 1940er bis in die 1970er Jahren. Es ist fast komplett erhalten und abgesehen von Umwelteinflüssen völlig zerstörungsfrei. Dazu gehören Reste einer Feldbahn und zwei Kalksteinbrüche.

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1. Kalkbrennerei „S“

2. Geschichte der Kalkbrennerei „S“

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Das kleine Kalkwerk ist eines der schönsten Objekte, das ich kenne. Es ist bis auf Witterungseinflüsse völlig frei von Zerstörung durch Menschen. Es besteht aus einem grossen quadratischen Kalkofen und drei grossen Silotürmen. Einer dieser Türme ist aus Beton und die anderen bestehen aus Metall. Im grossen Haupthaus befinden sich Anlagen zur Aufbereitung des Kalksteins. Auf dem Gelände finden sich noch ein paar Betriebs-Nebengebäude und Anschluss an eine Feldbahn, die zu den Steinbrüchen führt.

[Fotos aus dem Jahr 2010]

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Update No1: Steinbruch 1

Auf der Spur der Feldbahn, deren Gleise immer wieder unter Wiesen oder Strassen hervorschauen erkennt man in der Ferne den zweiten Steinbruch. Zuerst erreicht man jedoch den kleineren. Der erste der beiden Kalksteinbrüche ist lang und schmal. Auch hier finden sich Schienen der Feldbahn, einige zerstörte Nebengebäude und ein winziger Bunker, welcher aus einem kleinen Raum mit zwei Nieschen besteht. Hier wurden möglicherweise Sprengmittel gelagert. Dieser Steinbruch ist stark verwildert und im Sommer kaum wahrzunehmen.

[Fotos aus dem Jahr 2012]

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Update No2: Steinbruch 2

Auf dem Weg zum zweiten Steinbruch gelangt man zuerst an den Bremsberg. Als Bremsberg werden im Bergbau Strecken bezeichnet, bei denen das zu fördernde Material mittels gebremster Wagen hinunterbefördert wird. Dann gelangt man an die Reste einer Feldbahnbrücke. Ein Sockel und ein Brückenpfeiler aus Beton sind noch zu erkennen. Folg man den Schienen so gelangt man in den grösseren der beiden Steinbrüche. Zwischen der ersten und zweiten Etage sieht man noch die Reste eines Vorbrechers.

[Fotos aus dem Jahr 2012]

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Geschichte der Kalkbrennerei „S“

Durch einen guten Kollegen und Forscher lüftet sich langsam aber sicher die Geschichte des kleinen Werkes.
Die erste Sprengung im Berg wurde 1928 vollzogen, Nach dem Fund von geeignetem Material begann im Jahre 1929 der Aufbau des Kalkwerks. Im Laufe des Jahres 1971 begann allmählich der Umbau und Erweiterungen des Kalkwerks in Form von Silotürmen. 1973 wurde der Betrieb der Feldbahnen stillgelegt und durch moderneres Gerät in Form von Baggern und LKW ersetzt. Die Brücke der Feldbahn wurde 1980 abgerissen nachdem von Vandalen das Geländer zerstört wurde. Das Fachwerkhaus stand bis Mitte der 80er dort und die dazugehörige Scheune sogar bis 1998. Am 28. Mai 1994 wurde der Betrieb entgültig eingestellt.

Für Recherche und die alten Fotos möchte ich Buddy Breiter und dem Werksbesitzer herzlich danken.


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