Glashütte „T“

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Die Glashütte „T“ viel mir durch Zufall bei einem Waldspaziergang auf.
Ich entdeckte zahllose Trümmer aus rotem Backstein, die über eine grosse hügelige Fläche verteilt liegen.

Ein Luftbild aus dem Jahre 1939 bestätigte, dass dort einst ein grosser Kalkofen stand.

Neben zwei Steinbrüchen und zwei eventuellen Stollen finden sich unzählige Mauerteile, und im wahrsten Sinne des Wortes bergeweise überwachsene Trümmer mehrer Gebäude, eines grossen Schornsteins, eines Kalk- und eines Teerofens.

Hier stand ein Teil einer grossen Glashütte die 1872 als Filialbetrieb einer grossen Glashütte aus Petershagen gegründet. Zunächst beschränkte sich die Produktion auf Hohlzylinder aus Weissglas; die Grundmaterialien für die Weissglasproduktion wurden aus Dörentrup angeliefert. Der eigentliche Grund hier eine Glashütte anzusiedeln , dürfte in der günstigen Verkehrslage direkt an der Eisenbahn gelegen haben. Auch die Nähe zu den Kalksandsteinvorkommen des Teutoburger Waldes und zum Sennesand war von Bedeutung. Die Glashütte, die bis ins 20. Jahrhundert hinein noch mehrmals den Besitzer wechselte, begann mit der Produktion von Buntglasflaschen, die in den 1880er Jahren zum Hauptprodukt wurden. 1902 übernahm die Gerresheimer Glas AG die Glashütte „T“ und schloss sie 1930 im Zuge von Rationalisierungsmassnahmen; ein Auslieferungslager blieb bis nach dem 2. Weltkrieg bestehen.

[Fotos aus dem Jahr 2011]

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