
Das fürstliche Mausoleum zu Detmold war einst ein Bestandteil des Friedrichstaler Kanals.
Am Westhang des Büchenberges, ganz in der Nähe, entstand ab 1705 die prächtig ausgestattete Grotte, die damals Löwengrotte genannt wurde. Die Wände hatte man mit polierten Muschelschalen und Stuck verziert. Über dem Kreuzgewölbe, das die Decke bildete, war ein achteckiger Turm errichtet worden, durch dessen Fenster Licht in das Innere fiel. Die Grotte wurde im Bereich der unteren Terrasse eingebaut. So fielen umfangreiche Erdarbeiten an, auch der Bau des Turms war sehr kostspielig.
1729 begann der Verfall der gesamten Anlage. Die beiden künstlichen Inseln wurden beseitigt und das Tal in eine Grasfläche verwandelt. Sie heißt noch heute Inselwiese. Die vier Türme auf der rechteckigen Insel wurden abgetragen. Die sparsamen Lipper verwendeten die Baumaterialien an anderen Stellen. Beim Schloss findet man heute einige der 84 kleinen Säulen, die einst die Mauer im Großen Garten krönten. Ein Brunnenbecken findet man heute auf dem Schlossplatz. Viele der fremdländischen Gewächse, die die Gärten in Pflanzbehältern schmückten, wurden sorgsam gepflegt und erreichten ein hohes Alter. Doch während des harten Kriegswinters 1940/41, als die fürstlichen Gewächshäuser aus Brennstoffmangel nicht geheizt wurden, gingen sie sämtlich ein. Die Schleusen überließ man ihrem Schicksal, die Pracht der Grotte verfiel schnell. Als sie 1850 zum Fürstlichen Mausoleum umgebaut wurde, waren von der Muschelverkleidung nur noch Reste übrig.
Quelle: Wikipedia