Friedhof Uralt

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Dieser alte Friedhof mit Gräbern aus dem 19. Jahrhundert ist mitlerweile ein Park mit Grabsteinen.
Es gibt viele kunstvolle Gräber und ein grösseres Kriegerdenkmal, welches leider durch Vandalen beschmiert wurde.
1806 erließ Napoleon den Code Napoleon, ein Gesetz, das zwei Jahre später auch für die französisch besetzten Gebiete in Kraft trat. Ein Teil davon beschäftigte sich mit den katastrophalen Bedingungen auf den innerstädtischen Friedhöfen. Deren Überfüllung sorgte seit langem zu unhaltbaren hygienischen Problemen. Ein Zeitzeuge schreibt dazu: „Halbverweste Leichen werden zuweilen aus der Erde ausgegraben, und ich habe es bey der im Jahre 1779 in unserer Gegend wüthenden Ruhr, die hier ihren Anfang nahm, einigemal selbst gesehen, daß halbverfaulte Theile des Körpers, und Schädel mit Haut und Haaren auf den Kirchöfen lagen.“ Nach dem Code mussten alle Friedhöfe ab sofort mindestens 35 Meter außerhalb der Stadtmauern liegen. Daraufhin wurden gegen den Widerstand der Kirchen und der Bevölkerung die innerstädtischen Kirchhöfe geschlossen und 1808 der „Alte Friedhof“ eröffnet. Er gilt als erster kommunaler Friedhof der Stadt. Bereits nach wenigen Jahrzehnten war seine Kapazität erschöpft, so das er 1873 in südliche Richtung erweitert werden musste. Seit 1874 finden auf dem „Alten Friedhof“ keine Bestattungen mehr statt. Über 300 gut erhaltene Grabstellen und Obelisken sind noch erhalten. Zu ihnen gehören mehrere Grabdenkmäler der Renaissance und des Barock, die vom ehemaligen Friedhof an der Münsterkirche hierher versetzt wurden. Dazu kommen zahlreiche Grabsteine aus der Zeit des Historismus. Am 21. Januar 1964 wurde das Kriegerdenkmal,das sich seit 1879 dem Alten Markt befand, hierher versetzt.

Unmittelbar nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870–1871 und Gründung des Deutschen Kaiserreiches, wurde in nahezu jedem Ort ein Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen der Kriege geschaffen. Auch hier fand sich eine unter Führung des Landrats eine Denkmalskommission zusammen. Bald wurde der Auftrag für ein Ehrenmal vergeben. Zu dieser Zeit wurden in Berlin gewaltige Repräsentationsgebäude errichtet, für die große Mengen Rakwitzer Sandstein aus Schlesien verarbeitet wurden. Man entschied sich für das gut zu bearbeitende und doch widerstandsfähige Material.
Das Denkmal wurde Anfang 1879 fertig. Nachdem es zuerst in der Stadt stand, wird das störende Denkmal am 21. Januar 1964 ohne großes Aufsehen auf den alten Friedhof umgesetzt.

Auf dem Gelände ist befindet sich heute ein wunderbarer alter Baumbestand. 1957 wurde der „Alte Friedhof“ in eine öffentliche Grünanlage umgestaltet.
Quelle: stadtführungen-herford

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1. Friedhof „H“

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Update No1: Details

Hier einige Details der vielfältigen Grabsteine.
Sie sind sehr kunstvoll wenn man genauer hinschaut.


[Fotos aus dem Jahr 2008/12]

Eine Antwort auf Friedhof Uralt

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