
Ein seltenes Objekt ist dieser leerstehende Vogelpark.
Der Vogelpark mit Restaurant und Freizeitmöglichkeiten wurde 1975 eröffnet und 1998 und 2000 teilweise immer weiter geschlossen. Der Park habe trotz einiger Zuchterfolge nie schwarze Zahlen geschrieben und ist pleitegegangen.
Große Pläne hatten die Investoren bei seiner Eröffnung im August 1975: Die Anlage sollte neben dem Vogelpark Walsrode eine der größten Europas werden. Auf dem 22 Hektar großen Gelände gab es 16 Volieren und ein Tropenhaus mit Freiflughalle, ein Tropencafé und einen Spielplatz mit Minibooten, einer 540 Meter langen Oldtimer-Bahnstrecke und Spielgeräten. Aber schon bald gab es wirtschaftliche Probleme, und 1978 wurde das Vogelparadies versteigert. Unter neuer Leitung gelangen in den folgenden Jahren einige seltene Nachzüchtungen: Schwarzstörche, Tschajas und Schopfkarakaras fühlten sich offensichtlich wohl.
Aber mit dem Vogelpark allein konnte die Familie das Gelände nicht halten. Verschiedene Pläne, dort ein Ferien- und Freizeitzentrum zu bauen, konnten nicht verwirklicht werden, und so wurde im Jahr 1998 ein großer Teil der Anlage geschlossen. Von 2000 bis 2003 fanden in der alten Tropenhalle Techno-Parties statt. Im Februar 2004 musste die Familie schließlich Insolvenz anmelden und nur wenige Monate später brannte das Tropenhaus nieder. 2009 gab es Pläne, auf dem Gelände ein Villenviertel zu errichten. Nachdem der Techno-Hype abebbte und ein paar Brände das Tropenhaus beschädigten, übernimmt die Natur den Park Stück für Stück.