Dampflok BR52 528116

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Im 2. Weltkrieg wurden große Mengen an mittelschweren Güterzugdampfloks, die auch auf Nebenstrecken mit geringer Achslast einsetzbar waren, benötigt. Ein Haupteinsatzgebiet war die Versorgung der Ostfront. Zunächst wurde die seit 1939 beschaffte Einheitslok der Baureihe 50 in großen Stückzahlen hergestellt und dabei mehr und mehr vereinfacht. Ab 1942 wurde stattdessen die Kriegslok der Baureihe 52 beschafft. Diese war in vielerlei Hin- sicht entfeinert worden, um die Lok in großen Stückzahlen (geplant waren 15.000 Stück) mit geringem Aufwand bauen zu können. Kennzeichnend für die Baureihe 52 waren aber auch der neu entwickelte Wannentender und das geschlossene Führerhaus.

Bis zum Ende des Krieges wurden ca. 7.000 Loks gebaut, es folgten nach dem Krieg ca. 300 weitere Loks aus vorhandenen Teilen. Im Westen Deutschlands befanden sich nach Kriegende ca. 900 Loks. Da jedoch beim Vorrücken der Front viele moderne Loks gen Westen abgezogen wurden, verfügte die Deutsche Bundesbahn über ausreichend viele Loks, sodass man die Baureihe 52 bis 1963 komplett abstellen konnte. Viele brauchbare Teile wurden noch in Loks der Baureihe 50 weiterverwendet. Anders stellte sich die Situation in der sowjetischen Besatzungszone dar: hier herrschte Lokmangel, sodass man auf die hier verbliebenen Loks (ca. 1.150 Stück) lange nicht verzichten konnte. Nach und nach wurden die kriegsbedingten Vereinfachungen entfernt, einige Loks erhielten eine Generalreparatur.

Ab 1960 wurden 200 Loks rekonstruiert, wobei u.a. ein neuer Kessel montiert wurde. Die „Rekoloks“ erhielten die Baureihenbezeichnung 52.80, sie bewährten sich so gut, dass die letzten Exemplare bis Ende 1993 im Bestand waren. Aber auch in vielen anderen Europäischen Ländern befanden sich nach Ende des Krieges Loks der Baureihe 52, die teilweise noch sehr lange im Betrieb waren.

Diese Lok wurde 1943 bei Krauss-Maffei unter der Fabriknummer 16 480 gebaut und erhielt die Betriebsnummer 52 3354. Nach dem Krieg verblieb sie im Osten Deutschlands. 1946 wurde die Lok, wie viele andere der Baureihe auch, von den Sowjets beschlagnahmt. In der Sowjetunion erhielt sie die Nummer TÄ 3354. Anfang der 60er Jahre brauchte man in der UDSSR viele der Deutschen Dampfloks nicht mehr, sodass sie an diverse Osteuropäische Staaten verkauft wurden, so auch diese Lok 1962 wieder an die DDR. 1964 wurde sie im RAW Stendal rekonstruiert und erhielt die neue Nummer 52 8116. So wurde sie bis 1987 eingesetzt, zuletzt in Guben. Bis 1989 war die Lok dann abgestellt, bevor sie vom RAW Meiningen zur Heizlok umgebaut wurde. So war sie bis 1993 im Einsatz, zuletzt in Cottbus. Von dort gelangte sie im April 1993 zum Eisenbahnmuseum Dieringhausen, wo sie noch eine Zeit unter Dampf stand. Im Herbst 2011 wurde die Lok optisch aufgearbeitet. Nachdem sich ein neuer Eigentümer für die Lok fand, wurde Sie im August/September 2013 erneut äußerlich aufgearbeitet und am 06.09.2013 nach Bielefeld überführt.
Quelle: www.osnabruecker-dampflokfreunde.de

Technische Daten:

Bauart : 1´E h2
Raddurchmesser Kuppelräder : 1.400 mm
Raddurchmesser Laufrad vorne : 850 mm
Gesamtachsenstand: 9.200 mm
Länge über Puffer : 22.975 mm
Höchstgeschw. : 80 km/h
Leistung : 1.760 Psi
Kesselüberdruck : 16 bar
Zylinderzahl: 2
Zylinderdurchmesser 600 mm
Kolbenhub 660 mm
Achslast max.: 15 to
Lokdienstlast: 134,9 to (2/3 Vorräte)

[Fotos aus dem Jahr 2016]

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