
Das Wasserschloss Tatenhausen, das im Stil der Weserrenaissance erbaut wurde, ist ein Schatz für Romantiker. Eingebettet in den Tatenhauser Wald, ist es von breiten Gräften und alten Baumgruppen umgeben. Die Orangerie, die man im Schlosspark bewundern kann, gilt als Meisterwerk des Barock. Über 470 Jahre lang war es der Stammsitz der Barone und Grafen von Korff gen. Schmising aus Harkotten bei Füchtdorf.
Das heutige Schloss wurde auf dem ehemaligen Fundament der Burg Hoberg aus dem 14. Jahrhundert erbaut. Die Arbeiten an dem als Dreiflügel-Anlage konzipierten Herrenhauses begannen 1540. Der Ostflügel des Hauses stammt aus diesem Jahr und zählt somit zu dem ältesten Teil des Ensembles. Nach dem Ende des 30-jährigen Krieges wurde 1671 der Turm hinzugefügt.
Etwa 30 Jahre später wurde das Schloss um eine große Terrasse erweitert. Der mittlere Teil wurde etwa um 1730 im einfachen Barockstil umgebaut. 1740 kam der Westflügel dazu. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt entstand das Torhaus, wie auch die Turmuhr aus dem Jahre 1741.
Im vorderen Hof sind außerdem Stallungen und eine Kutschenremise zu sehen. Die Orangerie im Schlosspark, die ursprünglich als Gewächshaus für die Wintermonate entstand, ist eine architektonische Meisterleistung von Johann Conrad Schlaun. Der damals wohl berühmteste Barockbaumeister Westfalens zeichnete die Pläne für die Orangerie 1751. Seit 1995 wird das Schloss von direkten Nachfahren der Grafen von Korff-Schmising bewohnt, dem Baron und der Baronin Teuffel von Birkensee.
Quelle: http://www.pro-wirtschaft-gt.de
Für die Bilder möchte ich meinem alten Schulfreund Michael W. ganz herzlich danken.
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